19VALENCIA2018M3 3705Nach vier Überseerennen kehrte die Motorrad Weltmeisterschaft zum Finale nach Europazurück. Traditionell fand der letzte Lauf in Valencia statt. Die Strecke wurde 1999 erbaut und ist seitdem ununterbrochen Austragungsort für einen Grand Prix. Für Philipp Öttl vom Team Südmetall Schedl GP Racing war es sein letztes Rennen in der Klasse Moto3. Für die kommende Saison steht der Aufstieg in die Moto2 Kategorie fest. Das ganze Wochenende gab es zum Teil heftige Regenfälle und Gewitter. In keinem Training war die Strecke vollkommen trocken. Dennoch kamen über 170.000 Motorrad Fans zum Saison Finale. Zu Beginn des Wochenendes kam Philipp mit den Bedingungen gut zurecht und belegte im ersten Freien Training den siebten Rang. Im weiteren Verlauf wurde es für den 22 jährigen immer schwieriger. Zum Zeittraining war die Strecke noch feucht und bis zum Ende gab es eine trockene Linie. Philipp riskierte es am Ende mit Slicks und konnte auch seine Zeit verbessern. Um wirklich nach vorne zu kommen hätte es noch ein bis zwei Runden gebraucht, dann wäre er im Vorteil gewesen. So reichte es nur zum 27. Startplatz. Am Renntag regnete es wieder stärker. Doch am Startplatz ließ sich der Motor nicht starten. So musste die KTM zurück in die Boxengasse um gestartet zu werden. Durch die Verspätung musste der Ainringer nach der Aufwärmrunde, nochmals durch die Boxengasse und von dort aus das Rennen aufnehmen. Somit hetzte es chancenlos eine halbe Minute hinter dem Feld her. Acht Runden vor Rennende gab Philipp endtäuscht in der Box auf. Er hatte keine Chance sich im Rennen noch zu verbessern. In der Gesamtwertung blieb er auf dem 16. Rang. Bereits kommende Woche beginnt für Philipp seine neue Aufgabe in der Moto2 Klasse. Von Freitag bis Sonntag testen in Jerez alle Teilnehmer der WM 2019 die neuen Motorräder. Nach sechs Jahren mit 250 ccm und 60 PS steigt Philipp auf 675 ccm Hubraum und 140 PS um. Erstmals wird er nicht mehr im Team von Vater Peter antreten. Er wird für das Team Red Bull KTM Tech3 starten.

Philipp Öttl nach dem Rennen:
„Leider verlief mein letztes Rennwochenende in der Moto3 nicht wie erhofft. Die Bedingungen waren für alle schwierig. Ich tat mich schwer, immer wieder neu anzupassen. Da hat das Startproblem dann irgendwie dazu gepasst. Damit waren alle Chancen auf einen guten Abschuss bereits vor dem Rennen dahin. Jetzt freue ich mich auf eine neue Herausforderung in der kommenden Woche. Neue Klasse, neues Team und neues Motorrad.“

Ergebnisse:
1. Can Oncu / TUR / KTM / 43`06.37
2. Jorge Martin / SPA / Honda / 38`34.79
3. John McPhee / GBR / Honda / 6.13

WM Stand:
1. J. Martin / SPA / 260
2. M. Bezzecchi / ITA / 214
3. F.D. Giannantonio / 218
16. P. Öttl / GER / 58

Quelle: Öttl Motorsport

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